Glossar

Nash-Gleichgewicht

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Grundlegende Definition

Ein Nash-Gleichgewicht ist ein Begriff aus der Spieltheorie und bezeichnet eine Situation, in der kein Spieler seinen erwarteten Ausgang verbessern kann, indem er seine Strategie einseitig ändert. Im Poker wird es häufig in Heads-up-Situationen (Eins-gegen-eins) verwendet.

Spezifische Situation

  • In einer Heads-up-Situation ändert sich der Erwartungswert nicht, selbst wenn ein Spieler seine Handrange anpasst, solange sich die Strategien beider Spieler in einem Nash-Gleichgewicht befinden.
  • Wenn zwei Spieler ihre Strategien fortlaufend an die ihres Gegners anpassen und schließlich keine weiteren Änderungen mehr stattfinden, wird dieser Zustand als Nash-Gleichgewicht bezeichnet.

Wichtige Informationen

  • Ein Nash-Gleichgewicht stellt eine theoretisch optimale Strategie dar, in realen Spielen sind jedoch Anpassungen an den Spielstil und die Tendenzen des Gegners notwendig. Daher ist es nicht zwangsläufig der beste Ansatz, immer exakt nach dem Nash-Gleichgewicht zu spielen.
  • Durch das Studium von Nash-Gleichgewichts-Strategien kannst du Abweichungen in der Strategie deines Gegners ausnutzen, um deinen Erwartungswert (EV) zu steigern.

Beispiele für die Verwendung des Begriffs

"In dieser Situation solltest du die Push-Range aus dem Small Blind anhand des Nash-Gleichgewichts in Betracht ziehen."