ICM
★☆☆Independent Chip Model
Grundlegende Definition
ICM (Independent Chip Model) ist ein Modell, das in Pokerturnieren verwendet wird, um den Erwartungswert der Gewinne eines Spielers auf Grundlage der Anzahl der Chips zu berechnen, die er hält. ICM berücksichtigt die einzigartige Turniereigenschaft, dass der Wert von Chips nicht direkt dem erwarteten Gewinn eines Spielers entspricht.
Spezifische Situation
- In den späten Phasen des Turniers ist Spieler A der chip leader (mit dem größten stack), Spieler B hat einen mittleren stack und Spieler C hat einen short stack. Zu diesem Zeitpunkt sollte Spieler B das Independent Chip Model (ICM) berücksichtigen und eine Strategie verfolgen, um unnötige all-ins zu vermeiden, in der Erwartung, dass Spieler C möglicherweise zuerst ausscheidet.
- In einer bubble-Situation (der Grenze der prize zone) ging ein Spieler mit short stack all-in, und die anderen Spieler foldeten. Spieler, die ICM verstehen, entscheiden sich in dieser Situation häufig dafür, Risiken zu vermeiden und die Priorität darauf zu legen, in die prize zone zu gelangen.
Wichtige Informationen
- Durch das Verständnis von ICM kannst du in Turnieren angemessene Entscheidungen treffen. Auf ICM basierende Strategien sind besonders während der bubble und am final table wichtig.
- Spieler mit einem größeren stack können mehr Druck auf andere Spieler ausüben, sodass es effektiv sein kann, mithilfe von ICM aggressiv zu spielen. Allerdings kann das Eingehen von zu viel Risiko nach hinten losgehen.
Beispiele für die Verwendung des Begriffs
"When considering ICM in play, there are times when you should fold even with a premium hand."